Report - News der Projekte aus Kolumbien, Kossovo, Palästina/Israel, Albanien und Castel Volturno
KOLUMBIEN
In diesem Monat moechten wir euch ueber der steigenden Massakeranzahl im Lande berichten. Trotz allem sprechen die Medien und die Regierung von einem fast friedlichen Land, welches die Farc und die paramilitaeren Gruppen in die Knie gezwungen hat. Doch laut Verteidigungsministeriums ist die Zahl der Morde auf 28% innerhalb des Jahres gestiegen, sowie auch, das erste Mal seit 10 Jahren, die Anzahl der sogenannten „kollektiven Morde“; Massaker, bei welchen die Landleute gezwungen sind, ihr Hab und Gut zu verlassen , wo ein wirtschaftliche Zusammenbruch der aermeren Familien stattfindet und ein Gewaltzyklus im Spiel ist.
Die Massaker haben sich 2010 vor allem in der Region von Cordoba (wo unsere Friedensgemeinschaften liegen), Nariño und Arauca konzentriert. Durch die Presse hat Volmar Perez, der „defensor del pueblo“ seine Unruhe dazu geaeußert und hat die Regierung gebeten, mit den richtigen Maßnahman einzugreifen.
KOSSOVO
In diesem Monat ist die Regierung Kossovos gestuerzt, im Dezember wird neu gewaehlt. Am 3. Oktober wurde die offizielle Zerimonie fuer den neuen Partiarch der serbisch-orthodoxen Kirche in Peja/Peć gefeiert. Es war ein großes Fest mit vielen Leuten, auch eine Delegation aus Serbien und aus Trient war anwesend. Alles lief ohne Probleme ab, außer dass ein serbischer Bus in der Stadt mit Steinen beworfen wurde.
In Goradevac sind wir wirklich am Ende unseres Projektes angelangt, nach sieben langen Jahren.
Die Studiengruppe, die von unserer Seite Freiheit und Autonomie genossen hat, um das Projekt fortzufahren, trifft sich im Augenblick nicht. Wir ahnen leider eine schwere Zukunft voraus.
Das gleiche gilt leider fuer den Youth Point und das Equipe Konfilkt; daher denken wir, die naechstliegende Gemeinde zu beten, sich um das Projekt zu kuemmern. In diesen letzten Tagen organisieren wir eine Bildungsversammlung in Prishtinë/Priština und Gračanica/Graçanicë, um besser ueber die zukuenftichen Aktivitaeten der Gruppe nachzudenken, damit wir, auch mit der Tischrunde Trient fuer Kossowo, den Weg, den wir eingeschlagen haben, fortzufuehren. Im Prishtinë/Priština ist die Gruppe sehr eng und wir sehen den Jungs dort große Lust an, weiterzumachen.
PALASTINA-ISRAEL
Seitdem die internationale Stundung, welche die neuen Bauten in Jerusalem verboten hatte, nicht mehr gueltig ist, hat Israel schon 238 neue Bauten im Osten der Stadt authorisiert. Weiters drohen auf den Zonen von Silwan, Shu’faat, Beit Hanina, 'Essawiyah, Wadi id-Dam e Wadi al-Joz, 230 Abrissmitteilungen, und somit sind die Spannungen in diesem Gebiet viel staerker. Am 27. Oktober ist eine Gruppe israelischer Rechtsextremisten ins Stadtzentrum von Umm Al Fahem (die Festung der islamischen Bewegung) marschiert um den Tod des Rabbiners Me i r Kahane, Theoriker der papaestinaensischen Massendeportation und des Krieges gegen de Arabern, zu gedenken.
Andere Zwischenfaelle haben sich in Zysjordanien im Zusammenhang mit der Olivenernte ereignet, da einige israelische Siedler die Arbeit der palaestinensischen Bauern behindern wollten. Um das Embargo zu brechen, unter welchem die Palaestinenser leiden, ist in Gaza ein Zug aus London eingetreten: es waren im Zug 380 Personen aus 42 verschiedenen Laendern, 147 Vehikel und 5 Milionen Dollar in Form von aerztliche Hilfe, dies ist das erste Mal das so etwas passiert nach den Geschehnissen der Freedom Flotilla im letzten Mai. In diesen sicherlich nicht leichten Klima ist beschlossen worden, vom 20. bis 31. Oktober in Palaestina das Ramallah Social Forum zu halten.
Fuer uns in At-Tuwani war es ein sehr an Spannungen und Aktionen praller Monat. Wie jedes Jahr haben wir mit den Bauern die Oliven geerntet, und wie immer waren einige Soldaten dabei. Am 21. Oktober haben uns einige maskierte Siedler aus den Vorposten von Havat Ma’on angegriffen, zuerst zwei unserer Freiwillige, dann einen Palaestinenser; gluecklicherweise wurde niemand durch die Steinewuerfe verletzt.
Am 22. haben wir mit den israelischen Aktivisten zu verhindern erreicht, dass die Soldaten ein Schaf eines Hirten aus Tuba beschlagnahmen, da es anscheinend zu nah an der israelischen Siedlung stand. Am gleichen Tag hat ein Siedler auf einem Pferd uns -3 Internationalen – mit Gewalt gedroht, falls er uns nochmals in der Naehe des Vorposten gefunden haette.
Am 20. Oktober, in der Naehe von Tuba, haben die Soldaten einen Palaestinenser festgenommen, der sie mit einer Kamera aufgenommen hatte, waehrend sie einigen Hirten nachliefen. Der Junge wurde am Nachmittag wieder freigelassen, nachdem er 2 Stunden lang mit verbundenen Augen in der Militaerbasis verbleiben musste. Die Militaereskorte fuer die Schueler ist in diesem Monat sehr oft zu spaet gekommen und drei Mal gar nicht erschienen.
Am 5. Oktober kam, Christian Berger, der Vertreter des Themas „Palaestina“ in der EU zu uns zu Besuch; am 6. kamen einige Journalisten der WAFA und von Al Arabiya um Interviews im Dorfe zu halten. Am gleichen Tag kam auch eine Delegation der Organisation Pax Christi. Wir als Operazione Colombra durften Ende des Monats auch den Kibbutz von Meghiddo besuchen.
CASTEL VOLTURNO
Anfang Oktober haben einige unserer Freiwillige sich mit dem Buergermeister getroffen, da er sich in den letzten Monaten so negativ zu den Migranten und zu den Organisationen, die mit ihnen arbeiten, geaeußert hatte. Der Dialog war schwer, jedoch positiv, wir hoffen, auch in Zukunft ein Fenster in dieser Beziehung offenhalten zu koennen.
Zusammen mit dem Antirassistischen Netz haben wir Anfang des Monats einen Streik der Migranten in den Verkehrskreiseln (dort findet naemlich oft die Arbeitssuche statt) vollzogen, außerdem haben wir mit dem Netz eine Demo fuer die Rechte der migrierenden Arbertern organisiert. Am Streik haben mehr als 1000 Migranten teilgenommen und bezeugt, dass sie an diesem Tag um nicht weniger als 50 Euro arbeiten wuerden. Am selben Nachmittag hat der Buergermeister um einen Sillstand gebeten und hat gesagt, die Gemeinde wuerde sich in Zukunft mehr um dieses Problem kuemmern. Wir hoffen stark, es seien nicht bloß nur leere Worte.
Unser Tournier „Fußball ohne Grenzen“ ging dem Ende zu, es war ein sehr interessantes Ereignis.
Wir moechten den 3. Klassen Mittelschule von Castel Volturno einigen Initiativen zum Thema Vorurteile und Diskriminierung vorschlagen. Wir haben auch im Stadtzentrum, zusammen mit einigen afrikanischen Freunden den Passanten eine Blume mit eienm Flugblatt geschenkt, viele Personen dachten naemlich erstmals, dies sei eine Demo „gegen“ weiße Leute, wir haben dagegen strikt erklaert, diese Demo sei gegen niemanden, der Zweck sei, einfach die Rechte aller Personen zu foerdern. Mitte Oktober haben wir in Casal di Principe mit einem Kurs fuer Theater der Unterdrueckten begonnen. Es hat der Teilnehmern sehr gefallen, wir werden jeden Monat 2 Treffen organisieren.
Unsere Italienischkurse folgen und auch die Nachmittagsschule im Haus des Kindes gelingt gut.
ALBANIEN
Nach einem Monat Pause haben wir wieder begonnen, die Familien zu besuchen. Beduerfnisse gab es viele, und oft ist es schwierig den Familien zu erklaeren, dass wir nicht dort sind, um auf konkrete Beduerfnisse zu antworten, jedoch um sie konkret nicht alleine auf ihrem Wiederversoehnungsweg zu lassen, auch wenn wie die dringendsten Probleme loesen moechten. Anfang Oktober wurde ein Junge durch ein Rachakt getoetet. Er war der Neffe eines Mannes den wir gut kennen und der uns um Hilfe gebeten hatte. Der Junge war ein Hirte, er hatte beschlossen, nicht des Gesetzes des Kanuns wegen eingesperrt zu leben. Seine Frau hatte sich hingegen fuer die Wiederversoehnung entschlossen. Wir haben all demmit einem provokativen Flugblatt antworten wollen: „Der wahre Mann ist jener der entschuldigen kann und nicht der sich raecht“, es wurde auch vom Bischof und von verschiedenen Organisationen unterschrieben.
Waehrend des ganzen Monats blieb Antonio, ein Photoreporter bei uns, um eine Reportage ueber die einige Frauen des Dorfes, die durch Rosenkraenzhandarbeit taetig sind, zu drehen. Diese Frauen werden von einem Italienern ausgenutzt, der sie mit nur wenigen Lek bezahlt und die Ware teuer in italienischen Kultstaetten verkauft.
Mit der Aerztin folgen weiterhin die Familienbesuche. Außer einigen wenigen Notfaellen, haben wir bemerkt, dass die Familien eher Aufklaerung zu den Themen Higiene und Ernaehrung brauchen.
Am Informatikkurs nehmen nun 2 Jungs mehr teil. Wir werden versuchen, innerhalb der naechsten 2 Monaten ihnen zu zeigen, wie man ein Video dreht und schneidet, um ihre eigene Geschichte darstellen zu koennen. Und mit 2 anderen haben wir einen Zeichenkurs gestartet, auch sie werden ihre persoenliche Geschichte erzaehlen, diesmal durch ein Comic. Wie versuchen die Kontakte zu den Organisationen des Bezirks un Shkoder aufrecht zu erhalten.
Ende des Monats sind einige unserer Freiwilligen nach Tropoja gefahren, um die Zone ein bisschen zu erkunden, sie haben oefters Familien dort besucht, immer in Begleitung eines Bajraktars; mehrere Familien haben schon um Hilfe gebeten.








