Monat Juni 2010

Report - News der Projekte aus Kolumbien, Kossovo, Palästina/Israel, Albanien und Castel Volturno

KOLUMBIEN

Am 20. Juni haben die Kolumbianer bei der Stichwahl den als Favortiv galtenden Manuel Santos zum Praesidenten ernannt.
Trotz Schwierigkeiten versuchen die Friedensgemeinschaften stets ein Wachstumsprozess zu erleben. In vielen Veredas leben die Familien ohne Elektrizitaet, ohne eine konkrete Moeglichkeit fuer ihre Kinder die Schulen zu besuchen und immer mit der Angst von Drohungen der paramilitaeren Kraeften. Trotz all dem, versuchen sich die Familien so zu organisieren, sodass sie ihre Lebensqualitaet verbessern koennen.

So zum Beispiel wurde eine Maschine gekauft, die den Reis reinigt, wenn man das naemlich mit der Hand macht ist es eine sehr muehsame und langwierige Arbeit.
Fuer viele Veredas aber, deren Familien notgedrungen durch den Posten von Fraquillo gehen muessen, um in die naechstgelegene Stadt, Tierra Alta zu kommen, oft die Entwicklung in dem Sinn eine Last. Das Militaer, das dort steht, zwingt naemlich anscheinend die Bevoelkerung eine Durchgangssteuer fuer Unkrautbekaempfungsmittel zu zahlen.
Auch in der Vereda Mulatos scheint es Umbruchsstimmung zu geben: es werde immer mehr Haeuser fuer neue Familien gebaut, sie moechten die Gemeinschaft expandieren. Es wurde auch eine Maschine zur Verarbeitung von Rohrzucker gekauft.
In der Vereda La Resbaldosa wurde ein Maedchen von 12 Jahren von der paramilitaeren Kraeften oefters bedroht, wir der Operazione Colomba wollten die Bezeugungen der veraengstigten Eltern aufnehmen.
Mit neuer Kraft aus Italien sind wir jetzt zu viert und haben unsere Begleitungsaktivitaeten wieder verstaerkt, vor allem in Mulatos, da es dort ein Treffen aller Leaders der naheliegenden Friedensgemeinschaften und der Campesinos-Universitaet gab; es nahmen fast 100 Leute daran teil und es gab viele „Internationale“, es ist gluecklicherweise nichts passiert.


KOSSOVO

Die europaeische Mission EULEX wurde fuer 2 weitere Jahre, bis 2012, erweitert.

Vier Personen starben und eine wurde waehrend eines bewaffneten Hinterhalts im Sueden Kossovos verletzt, zwei der Opfer waren Makedoner, die anderen albanische Kosowaren. Man weiss noch nicht so recht, ob dies mit den rezaenten Spannungen zwischen der albanischen Minderheit und die Zentralregierung in Skopje bei der Grenze Kossovo-Makedonien zusammenhaengen. Dort starb naemlich neuerdings ein makedonischer Soldat. In Mitrovica, waehrend einer Demo von einigen Tausenden Serben in Mitrovice/Kos.Mitrovica Nord,vdie gegen der Eroeffnung eines Regierungsbureaus protestierten, ist eine Handgranate explodiert, ein Serbe starb und 11 wurden verletzt.

Am Vidovdan-Tag wurde zum 621. Mal dem Kampf von Poljie zwischen Serbien und den Ottomanen geehrt, wir haben 3 unserer Freunde aus Goraždevac begleitet. Wir folgen mit den Besuchen in Zallq/Za, da es dort immer noch zu Gewaltepisoden kommt. Wir fuehren auch weiterhin unsere Besuche der Familien in Goraždevac fort.

Im Juni haben wir als Studiengruppe unsere Aktivitaeten fuer einen Monat aufgegeben, um die Leute dort verantwortlicher und unabhaengiger zu machen, wir haben nur einige informale Treffen gehalten, um ueber organisatorisches zu sprechen. Die Fußballtourniere finden weiter mit positivem Anklang statt.

Das Konfliktequipe wurde weiters mit den Geschehnissen in Zallq/Zaauseinandergesetzt.

Mitte Juni fand in ein Seminar in Peja/Peueber Konfliktmemoiren statt, es ging darum, das verschiedene Erlebte mit den anderen zu teilen und um die Zusammenarbeit der verschiedenen Tischrunden, die dort arbeiten, zu verstaerken.

In Prishtinë/Priština hat ein wichtiges Treffen mit diesen Jungs und denen von Gra

anica/Gracanice stattgefunden, um die Gruppe ueber die wandernde Fotografieausstellung zu informieren und sensibilisieren. Wir haben auch ueber Fotografietechniken gesprochen, um unsere Fotos noch verbessern zu koennen. Außerdem gab ein mehrere informelle Treffen zwischen den 2 Gruppen, auch ein Konzert.

PALASTINA-ISRAEL

Am 10. Juni war der letzte Schultag in At-Tuwani und so haben wir Freiwilligen zum letzten Mal die Eskorte, die die Kinder tagtaeglich begleiten soll, beobachtet. Auch dieses Jahr haben die Soldaten schlechte Noten von uns bekommen: oft wurden die Kinder nur auf halbem Werg begleitet, es gab sehr oft Verspaetungen oder sogar Abwesenheiten, so wurden die Kinder in Gefahr gebracht.

Im Juni haben wir beobachten koennen, wie sich neue Gebaeude im Vorposten von Havat Ma’on wie Pilze aus der Erde schossen und sich auch noch expandierten. Am 12. Juni haben um die 30 Siedler, maskiert und mit Schleudern und Eisenstangen bewaffnet, das naheliegendste Haus von At-Tuwani am Vorposten attackiert; im Haus befanden sich nur Kinder und einige Frauen. Eine von ihnen war im 4. Monat schwanger und ist bei der Flucht hingefallen. Außer unseren Freiwilligen der Operazione Colomba waren auch einige israelischen Pazifisten aus Ta’yush anwesend, einer von ihnen wurde festgenommen. In der darauffolgenden Naechten gab es viel Unruhe.


CASTEL VOLTURNO

Mit den Schulferien ist jetzt auch unsere Nachmittagsschule fuer eine Weile geschlossen. In Juli werden wir ins Viertel von Pescopagano umziehen, wie werden versuchen, uns in die dortigen Aktivitaeten zu integrieren. Die Italienischkurse fuer Migrierende folgen weiterhin. Wir wurden gefragt, diese Kurse auf eine Adventistengruppe und eine Gruppe die die Moschee in einem anderen Viertel besucht, zu extendieren. In diesen Tagen diskutieren wir ueber diese verschiedenen Moeglichkeiten. Immer noch in Pescopagano haben wir Kontakt zu einem Pfarrer gefunden, der sich angeboten hat, legalen Beistand den Migrierten zu geben. Außerdem hilft er uns sehr bei der Integrierung italienischen Familien, die die Kirche besuchen, mit einigen Migrantenfamilien.

In Castelvolturno haben wi, zusammen mit einigen anderen Organisationen, einen Spieletag mit dem Titel “die Reise”organisiert, mit dem Zweck Integrierung und  Treffen zu schaffen und um die verschiedenen Vorurteile, die so viel haben, wegzudraengen. Im Kalifo Ground, wo die Migrierenden oft fruehmorgens Tagesarbeiten suchen, kreuzt oft die Polizei auf. Viele protestieren, dass diese immer nur auf „Schwarze“ gehen, um ihnen die Dokumente zu verlangen, also ist ganz klar ein rassstischer Hintergrund zu spueren. Wir haben so mit den Carabinieris gesprochen, denen anscheinend befohlen wurde, „Prozente zu machen“, eine bestimmte Nummer an illegalen Migranten  „aufzuspueren“.



ALBANIEN

Mit der Aerztin folgen weiter unsere Besuche der Familien von Scutari, sie versucht, dazu zu den Visiten eine Art sanitaeren Bildung den Familien weiterzugeben, damit sie sich auch selbst helfen koennen. Unser Informatikkurs geht gut weiter, er dient uns, Kontakt und Freundschaften zu den Leuten aufzubauen Am 24. Juni haben wir eine Tischrunde veranstaltet, mit dem Zweck uns mit den verschiedenen Organisationen, die dort arbeiten, in Kontakt zu halten, um somit eine gemeinsame Arbeit zu starten. Wir moechten gerne einige Diskussionsrunden ueber das Thema „Wiederversoehnung“ beginnen.