Monat Juli 2013

Report - News der Projekte aus Palästina/Israel, Albanien und Kolumbien

PALÄSTINA

Aktuelle Lage
Juli, Ramadan. Das Fasten der Muslime fang zwischen den 9. und den 10. Juli an und es hat den Rhythmus des Alltagslebens auch hier auf den Hügeln südlich von Hebron betont. Weder Wasser noch Essen noch Zigaretten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, trotzt dem heißen Sonne und der Hitze der Tagen.

 

Deswegen schlaft man am Tag am Meistens, und gegen 17 Uhr beschäftigen sich die Frauen und die Jugendlichen in der Küche mit der Vorbereitung des Abendessen. Gegen drei Uhr in der Nacht wacht der Dorf auf um zu frühstücken, dann werden einige Stunden dem Schlafen gewidmet.
Man hofft, dass der Ramadan eine Zeit von Frieden und Ruhe ist: Leider wurde die erwartete Pause nicht oft von den israelischen Settlers und Soldaten respektiert; insbesondere in Al Mufaqarah, fast jeden Nachmittag, wenn die Herden das Tal weiden, kommen sie um die Tiere zu verjagen.
Auch in dem Tal von Umm Zaitouna, damals „Mutter“ von vielen Olivenbäume (wie der Name sagt) und heute dürres Land, geht das Leben nicht einfacher. Aber den stolzen Einwohner des Dorfes Tuba ist dieses Land sehr wert und sie gehen dort jeden Tag: wenn sie zu weit gehen, nach der Meinung der Settlers, werden sie bedroht und angegriffen.

Wenn die Lage ruhig ist, bleibt man zu Hause, um das eifrige Warten auf das Allahu akbar, was das Abendbrot anzeigt, mit den Einwohner von dem Dorf zu leben. Wo es keine Moscheen mehr gibt, oft weil sie zerstört wurden, wie in Al Mufaqarah, sitzt man alle zusammen rund dem Tisch und wartet man, dass der Familienoberhaupt die heiligen Versen des Korans vorliest.

Für was das Firing Zone 918 betrifft, in diesem Monat wurde die Gerichtsverhandlung, die die Zukunft von ca. 1000 Einwohner der Zone entscheidet hätte, verschoben. Die israelische Regierung will zeigen, dass die Zone nicht ständig bewohnt ist, damit sie zu militärischer geschlossenen Zone erklärt werden kann. Leider sind auch die Randdörfer, die die zu nah zu den Settlements liegen um geräumt zu werden, nicht von Auswirkungen befreit.
Aber die Palästinensern gehen ihren langer Weg des gewaltlosen Wiederstandes weiter, mit Hoffnung und Sicherheit; und Liebe, da fast 20 Hochzeiten vorgeplant sind...   

Mitarbeit und -Leben
Trotz der geringen Anzahl an Freiwilligen, Operazione Colomba hat auch im Juli versucht, überall wo nötig zu sein. Die Rhythmen sind sehr stressig und man hat versucht, sich fixe Termine zu geben, die oft aber wegen Notfälle pünktlich verschoben werden. Und im Juli gab es viele Notfälle, trotz des Ramandan, trotz der Hoffnung, ein wenig Ruhe haben zu können, insbesondere für Leute, die sieben Stunden lang die Schafen weiden, unter der heißen Sonne und ohne ein Schlug Wasser. Aber O., jungen Hirte aus der Region von Masafer Yatta, wurde brutal in einem Feld geschlagen, weil er zu nah zu einem Settlement ging. Er wurde zu dem Krankenhaus in Hebron gebracht, wo ein israelischer Aktivist ihn besucht hat und ihn ein Paar Fotos gemacht hat, Fotos die uns allen sehr betroffen haben. Es ist schwer, wenn man überall sein möchte und man kann es nicht; es ist schwer, die eigene Machtlosigkeit zu akzeptieren. Um uns zu beruhigen wiederholen wir ein Mantra, das sagt: „Wir sind nicht für die Besetzung schuldig“.
Insbesondere die Gewalt eines Setteler hat oft die Palästinensern und die Freiwilligen betroffen, und hat uns oft mit vielen Fragen und keine Antwort gelassen, mit Wut und ohne Ruhe. Er hat allen mit dem Tod bedroht, sogar wenn ein Polizist ihn erklärt hat, dass die Feldern wo die Schafe weiden kein privates israelischen Eigentum sind.

Es ist für uns immer komplizierter, ruhige Momenten zu finden, um alle zusammen zu Hause zu sein. Aber oft in diesem Monat haben wir das Leben des Dorfes gegossen, das ab 20. Uhr sehr lebendig ist. Wir haben versucht, das Fasten des Ramadan zu respektieren, aber oft haben wir nicht es nicht geschafft, weil die Mühe des Körpers und des Kopfes ist schwer zu tragen. Manchmal haben wir eine Tasse Tee und ein Stuck Brot angenommen, obwohl wir sie vor den trockenen Münde unserer Gastgebern essen müssten. Aber jeder sagte uns, dass die Personen anders sind, mit ihren Sitten und Religionen. Die Akzeptanz ist der erste Schritt zu der Versöhnung, hier ist es jedem klar.

Widerstehen
Endlich, eine gute Neuigkeit. Ein Happy Ending für eine Tragödie.

Die Szene spielt sich in dem Tal von Humra ab. Hauptdarsteller ist eine Familie aus Al Mufaqarah. Das Drehbuch, endlich, ist original.
Der Vorhang öffnet auf einen Brunnen, ein Brunnen wie vielen, mit nicht vergiftetem Wasser, was schon gut ist. Ein Brunnen voller Wasser, weil er sehr nah zu dem Settlement von Havat Ma'on liegt und deswegen ein Brunnen, der in den letzten Jahren alles mögliches gesehen hat: Angriffe seitens der Settlers, Schriften wie „Tod der Arabern“. Der palästinensischen Brunnen wurde auch zu israelischen Schwimmbad, für eine Weile.

Seit Anfang Juli hat die Familie von N. und M. entschieden, den Brunnen erneut zu benutzten. Jeden Tag kommen sie hier, die ganze Familie, und sie lassen die Schafen trinken. An einem Vormittag ist N. sogar mit dem Traktor gekommen, hat 3 Zisterne gefüllt. Problemlos, unter den Augen der Freiwilligen von Operazione Colomba.

Dieses Monat hat eine Familie es geschafft: ihre Angst zu gewinnen.

ALBANIEN

Im Juli gab es 9 Opfer von Ermordungen wegen Gjakmarrje (Blutrache) und Hakmarrje (Rache) sind: 4 davon sind bloßen Rachen gewesen, 2 wegen Beleidigungen, 1 wegen Eigentumsstreit und 1 wegen der Ehre. Der letzte Fall war wegen Gjakmarrje. Juli war auch der erste Monat, in dem die neulich verschärften Strafen für Bluttaten, die mit dem Gjakmarrje zu tun haben, von dem Gerichte benutzt wurden: einen Mann, schuldig von einer Gjakmarrje Ermordung, wurde mit 38 Jahren Gefängnis bestraft.

Die Media haben auch die Neuigkeit ermittelt, dass es vorgeplant wäre, ein nationales Database mit allen von dem Hasmerie (Konflikt) betroffenen Familien zu vorbereiten. Das würde nicht nur mit der Einführung von den neuen Gesetzte helfen, sondern auch mit besseren Präventionsmitteln von Ermordungen und Bluttaten.

Das UN-Komitee, in dem neulich geschriebenen Albanien Report, hat, unter den sorgfältigsten Punkte im Bezug auf Menschenrechte und Sozialsicherheit, das Phänomen der Gjakmarrje betont: es wird die Regierung gefragt, bessere Mitteln für die Familien die das Problem auf ihre Haut erleben zu einführen.     

Mitarbeit und -Leben
Diesen Monat haben wir regelmäßig die Familien besucht, sowohl in Scrutari als auch in Tropoje. Man hat auch die Begleitungen ins Krankenhaus und Gefängnis an Personen, die wegen einer Rache bedroht sind oder sich bedroht fühlen. In der letzten Zeit haben wir vor allen zwei Familien gefolgt, die nach unserer Hilfe zur Förderung eines Versöhnungsprozesses gefragt haben; in einem Fall haben sie es geschafft, auch dank unserer Hilfe, ihre intrafamiliäre Beziehungen wieder aufzubauen: das ist nötig, weil nur eine vereinigte Familie kann das Phänomen der Blutrache anhalten. Bei dem zweiten Fall tun wir als Vermittler zwischen den zwei Familien; ihren Konflikt fing an als einen Mann, Vater von 6 Kinder, ermordet wurde. Wir schauen gerade ob es möglich ist, die Witwe und die Mutter der Mörder (der im Gefängnis ist) treffen zu lassen.

Wir folgen auch einer anderen schwierigen Situation: einem Mann, dessen Vater ermordet wurde und der sich rächen möchte: Letztlich hat der Mörder das Gefängnis gelassen. Wir versuchen gerade, durch verschiedenen Interventionen, diesen Mann nicht allein mit seiner Wut zu lassen.

Die Aktivitäten der Frauengruppe, gerade pausiert wegen Sommerferien, wurden gegrenzt zu manche Hausbesuche und manchen individuellen informellen Treffen bei uns zu Hause.
Mit den Jugendlichen haben wir ein Paar Fußballspiele organisiert, um sie kontinuierlich sehen zu können, auch während der Sommerpause.

Die Advocacy-Arbeit mit der Zivilgesellschaft und den Institutionen geht auch regulär weiter; wir haben diesen Monat an dem OSZE Repräsentant für Albanien und an dem UE-Botschafter in Tirana  verschiedenen Dokumenten, die wir produziert haben, darunter die Beschreibung unserer Aktivitäten hier in Albanien, das Dossier über das Phänomen Gjakmarrje; die Unterschriften, die wir für die Kampagne „5000 Unterschriften fürs Leben“ gesammelt haben.

Freiwilligen
Juli hat die Präsenz von vielen Freiwilligen gesehen: neben den Langperiode Giulia Z., Marcello und Laura, gab es eben Silvana, Sara, Giulia, Francesca, Agnese, Corrado, Nikolina. Am Ende des Monats kamen Chiara, Anna, Amarilli, Valentina und Fabrizio, Projektreferent aus Italien.
Ein Dankeschön geht natürlich an Sokol, Francesca, Denis und Dario, „lokalen“ Freiwilligen, die immer Bereit sind, mitzuhelfen.

KOLUMBIEN

Kontext

Ein der Themen, das die Politik und die Entwicklung in Kolumbien am meistens prägt, ist die Mineralgewinnung, ein der stärksten Sektoren der nationalen Wirtschaft. Es ist aber schwierig, sich die Größe des Phänomens vorzustellen: Gold, Kohle, Diamant, Eisen, Kupfer usw. armen die ganze Welt um, insbesondere das lateinamerikanische Kontinent.

Fast das ganze Kolumbianische Territorium wurde schon, oder wird gerade, für die Mineralgewinnung an multinationalen Konzernen gewähren, und die Lage in den zahlreichen illegalen Bergwerke ist schrecklich.
Es geht nicht nur um Gold, nicht länger: viele sind die Mineralien, die gewonnen werden, mit keinerlei Respekt vor der Umwelt und den Arbeitsrechten der Arbeiter, in den illegalen sowie legalen Bergwerke.
Das betrifft leider auch die Friedenskommunität mit der wir leben, weil einige Gelände, die Besitz von Mitglieder oder sogar Wohnsitz von Mitglieder sind, schon gewähren wurden. Deswegen ist die Sorge um die Zukunft hunderten Menschen sehr stark.

Vor kurzer Zeit haben die Freiwilligen von Operazione Colomba einen Kohlenwerk besichtigt: nach der offiziellen Dokumentation sollte er seit 2011 tätig sein, aber im Moment ist alles still. Die Kommentare der Bevölkerung sagen, die FARC hätten das ganze blockiert. Das bedeutet leider, dass es überhaupt keine Garantie gibt, eine Mineralgewinnung zu haben, die kein Kontakt mit dem Krieg bzw. mit den Kriegsakteure hat. Das Gefahr, ein neues Kriegsmittel als finanzielle Unterstützung in der Verwaltung von Mineralien gefunden zu haben ist hoch, und der Staat weißt es gut Bescheid und nutzt es aus, damit mehr Personen die Bergen verlassen um neue Kohle dem blutigen Zug der wirtschaftlichen „Entwicklung“ zu geben.

Mitarbeit und -Leben
Im Juli haben die Freiwilligen von Operazione Colmba Padre Javier nach Cordoba – eine Region nordöstlich von San Josè de Apartadò, wo einigen Familien der Friedenskommunität leben – begleitet. Padre Javier wollte die neuen Projekten von Fischkultur und Biogas deren Familien sehen. Mitte des Monats haben sie eine andere Begleitung nach die Vereda (Dorf) La Esperanza machen müssen, weil dort die Präsenz von Soldaten immer sehr hoch ist.

Paolo hat Kolumbien verlassen, und er wird seiner Reise durch das Kontinent folgen; wir wünschen ihm viel Glück und bedanken ihm herzlich für die Zeit hier. Gleichzeitig kam Laura, die mit uns 20 Tagen geblieben ist und hat das Klima dieser Bergen verkostet.
Am Ende des Monats ist auch Silvia zurück nach Italien geflogen: wir warten auf sie wieder in September, wir vermissen schon ihre Hilfsbereitschaft und Freude.