NEWS DER PROJECTE:
KOLUMBIEN
Generelle Situation
Heute noch ist Kolumbien in Land, in dem Gewalt tagtäglich eine Rolle für die Bevölkerung spielt, mit einem internen jahrzehntelangen Konflikt, vor allem in den Städten, in denen kriminelle organisierte Gruppen agieren. In diesem Report werden wir ein wenig über der Ursprung der heutigen Geschehnisse erzählen, dafür zitieren wir als Quelle den rezenten Report von Human Rights Watch und von Corporaciòn ArcoIris (die letztere ist eine Organisation, die seit einigen Jahren das Phänomen des Paramilitarismus studiert).
Zwischen 2003 und 2006 hat die kolumbianische Regierung den Demobilisierungsprozess von 37 bewaffneten Gruppen, die die Koalition AUC (Autodefensas Unidas de Colombia) bildeten, implementiert. Der Regierung zufolge war diese Arbeit sinnvoll, da mehr als 30.000 Personen daran teilgenommen haben und so jede Art krimineller Aktivität abgebrochen haben und sich durch eine neue Arbeit wieder in die Gesellschaft integriert haben. Seit diesem Zeitpunkt behauptet die Regierung, dass es keine paramilitären Kräfte mehr im Land gibt.
Nach diesem ganzen Prozess sind zweifellos neue Gruppen entstanden, die in ganz Kolumbien mit ihren kriminellen Aktivitäten mit besonderer Schlagkraft fortgefahren haben, die vorher von der AUC ausgeübt worden waren. Die Ziele ihrer Gewaltakten sind unter anderem auch Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, Opfer der AUC und Mitglieder der lokalen Gemeinschaften, die ihre Befehle nicht befolgen wollen. Die Geburt dieser Gruppen hängt mit einem bedeutungsvollen Wachstum der verschiedenen Flüchtlingsindexa im Lande zwischen 2004 und 2007 zusammen, außerdem wurde zur gleichen Zeit ein markanter Anstieg der Gewaltakten in Städten registriert.
So hat fuer den größten Teil der Bevölkerung dieser Demobilisierungsprozess der AUC eingentlich zu nichts gebracht, sie leben weiters in Angst und Gewalt. Die Regierung klassifiert diese neuen Gruppen aber als „kriminelle, in Drogenhandel verwickelte Banden (BACRIM)“ und so ideologisch und praktisch sehr weit vom Paramilitarismus entfernt, auch wenn einige Kenner sie als die neuen AUC sehen. Abgesehen davon, ist es Fakt, dass es immer noch viel Gewalt, Massaker, Hinrichtungen und sexuelle Missbrauch im Lande gibt.
Dieser Demobilisierungsprozess hat viele Mankos, wie auch von Seiten der Menschrechtsorganisationen geklagt wurde. Ein großer Fehler war zum Beispiel, dass die Regierung nicht wirklich die paramilitären Aktoren gefunden hat; die, die gefunden wurden, wurden ihrer kriminellen Aktivitäten und Mittäter niemals befragt.
Miteinander-Sein und Freiwillige
Wir leben hier zurzeit in einem Haus, welches die Gemeinschaft von San Josecito nur für uns Freiwillige zur Verfügung gestellt hat. Dieses Haus war anfangs ein Depot und ist jetzt unser „Nest“ geworden, in dem wir uns geborgen fühlen und von den längeren Begleitsaktionen ausruhen können.
Februar war vor allem ein wichtiger Monat wegen des 5. Gedenktages an dem Massaker von 2005, in dem 8 Menschen starben; heuer nahmen viele Internationalen an den Festlichkeiten teil, sowie die Gemeinschaft von San Josecito und anderer, viele Indios, Menschenrechtsorganisationen und Journalisten. Durch diese Feier sind wir 2 Wochen lang in die Vereda Mulatos gezogen, die uns sehr verändert vorkam. So hatten wir Gelegenheit, eine andere Realität kennenzulernen und sich mit anderen Leuten die den gleichen Weg den Friedens gehen, zu konfrontieren.
Wir haben auch die Leute von RUBEN ( dem italienischen solidarischen Netz „Kolumbien lebt!“) getroffen.
Sehr wichtig scheinen uns die Worte vom Pater Javier in Mulatos und La Resbaldosa am Gedenkstag, der uns die letzten Momente der Opfer schilderte. Er sagte, dass der Tod das Ende von irgendetwas kennzeichnet, das ist aber nicht immer so: Heute noch, trotz der immer währenden Versuche die Prozesse des Massakers zu vertuschen, ist das Beispiel derer, die sich vor der Gewalt nicht gebeugt haben und vor allem nicht mit Gewalt geantwortet haben, Nahrung für die Hoffnung derer, die heute noch kämpfen.
Anfang März haben wir auch die Veredas von Naìn, Alto Joaquin, Puerto Nuevo und Las Clarqas besucht, denn all diese Orte werden wahrscheinlich vom Bau eines Staudamms betroffen; es müssten so Hunderte von Menschen zwangsumziehen, und so wüden viele Campesinos in einer Menge Flüchtlinge in den Städten ohne Zukunftperspektiven enden.
KOSSOVO
Generelle Situation
Am 17. Februar wurde der 2. Unabhaengigkeitstag des Kosovos gefeiert. Die Leute, zumindest konnten wir das so in Peja/Pec erkennen, sind sich zu dieser Angelegenheit bewusst geworden, dass sich relativ wenig veraendert hat. Es hab viel mehr albanische Fahnen als kosowarische, wahrscheinlich da sich die albanische Bevoelkerung Kosovos mehr mit Albanien identifizieren kann als in diesem „multiethnischen“ Staat.
In Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft wurde im Monat von den kosowarischen Institutionen der „Nordplan“ verabgeschieden; das Ziel dieses Planes ist die noerdliche Seite des Kosowos vor allem im Bezug auf institutioneller Basis zu integrieren, welche serbischer Mehrheit ist, um die ganzern Strukturen die die serbische Regierung von Belgrad dort aufgebaut hat, zu zerstoeren; wobei der serbische Minister fuer kosowarische Angeliegheiten, Oliver Ivanovic, dem Plan keine Chance gibt und nur Spannungen und weitere Konlikte im Norden sieht. Man spricht in der noerdlichen Seite von Mitrovica schon von Sezession. (Quelle ANSA)
Miteinander-Sein
Da im Monat viele Freiwillge anwesend waren, konnten sehr viele Besuche in den Familien gemacht werden, in Goradevac, sowie auch in Zonen, in denen wir leider nicht oft hingehen koennen, wie Belo Polije, Brestovik, Siga und Graćanica; in dieser letzten Stadt heben wir ein schoenes Vertrauensklima aufgebaut, sodass wie ein Photographieprojekt mit der Gruppe von Prishtinë/Priština kreieren moechten.
Der Besuch einiger Freiwilligen im Kloster von Dečane und an dem orthodoxen Patriarchat hat einigen Personen von Goradevac die Moeglichkeit gegeben, diese fuer sie so wichtige Orte zu besuchen. Es hat uns der Opa von Sandra waehrend des Monats verlassen, was ein sehr schwerer Moment fuer uns alle war, wir waren der Familie naemlich sehr nah. Ende dieses Monats haben wir am Abschiedsfest dreier serbischen Jungs teilgenommen von denen zwei immer zu unseren Fußballtournieren kamen und zum Heer mussten. Am Fest haben mehr als 200 Personen teilgenommen, es war eine schoene Art die serbischen Traditionen den neuangekommenen Freiwilligen zu zeigen.
Equipe Konflikt
Februar war wie Jaenner ein Monat vieler Sitzungen, aber weniger Aktionen. Vor allem wurde ueber die Vorbereitunges der Italienreise von Miki und Sandra gesprochen, die dort eine Fortsetzung des Photographieprojektes in Zusammenarbeit mit dem “Tavolo Trentino per il Kossovo“ fuer Mitte Maerz geplant haetten.
Miki wird leider nicht gehen koennen und zwar wegen familiaeren Problemen aber auch wegen seiner “politischen Natur” (wenn er naemlich einen kosowarische Reisepass gemacht haette, haette er nicht ins serbische Heer einziehen koennen, was ja sein Wunsch ist – leider!) Sandra hat hingegen ohne weiteres alle Dokumente abgegeben, um den Pass zu bekommen. Die einzige positive Note des Youth Points ist, dass die Fußballtourniere zwischen den Jungs von Goradevac und einigen albanischen naheliegenden Doerfern wiederbegonnen haben
Die Jugendlichen haben insgesamt ja kein Interesse am Youth Point gezeigt, sie sind nicht an 2 Treffen gekommen, in denen wir die zukuenftigen Aktivitaeten des Zentrums planen wollten.
Studiengruppe
Anfang des Monats haben wir den katholischen Pater Lush Gjergji getroffen, der eine große Rolle in der nonviolenten albanischen Bewegung der 90-er Jahren und im Wiederversoehnungsprozess nach dem Konflikt gespielt hatte. Es waren viele Mitglieder der Studiengruppe anwesend, doch uns schien die Diskussion zu politisch. Außerdem kam uns vor, dass einige Teilnehmer ueber die Konfliktsthematiken zu wenig Bescheid wussten.
Trotzdem war das Treffen sehr wichtig fuer unsere Jungs, da sie von einem positiven und aktiven Beispiel von Nonviolence hoeren konnten. Einige Mitglieder der Gruppe haben zusaetzlich noch an einer Konferenz ueber dieses Treffen teilgenommen, die sich in Prishtinë/Priština gehalten hat. In weiteren Treffen der Studiengruppe haben wir außerdem an weitere moegliche Aktivitaeten der Gruppe nachgedacht: weitere Treffen mit solchen Persoenlichkeiten, Besuche im Rest vom Kosowos, welche als Beispiele fuer Integration stehen, Analyse der Daten des Fragebogens zum interethinschen Hasses und zu moeglichen Aktionen dagegen.
Prishtinë/Priština
In Prishtinë/Priština scheinen die Dinge gluecklicherweise gut zu funktionieren, vor allem weil dort die Leute sehr interessiert sind und aktiv teilnehmen, in der Stadt sowie auch in Gračanica und in anderen serbischen Doerfern.
Wir haben auch dank der katholischen Kirche von Prishtinë/Priština einen Platz gefunden, an denen wird die gemeinsamen Treffen der zwei Gruppen organisieren koennen.
Außerdem haben wir mit dem Equipe angefangen, den Besuch dieser Gruppen in Peja/Peć und Goradevac zu organisieren, welcher hoffentlich am 13. und 14. Maerz stattfinden wird; weiterhin hoffen wir, auch dort das Photographieprojekt zu starten.
Freiwillige
Anfang des Monats sind Martina und Barbara zu uns gekommen; fuer beide ist dies die erste Erfahrung mit der Organisation. Barbara ist nach 10 Tagen weggefahren, um uns in Kolumbien beizustehen. Am 9. des Monats ist Salvatore fuer seinen verdienten Urlaub fuer einen Monat nach Hause gefahren. Am 21. ist Manlio zurueckgekommen, er hat eine Gruppe Freiwilliger begleitet (Luca, Giacomo und Anna), die in Italien an einem Kurs fuer Operatoren in Konfliktssituationen in Trient teilgenommen haben, sie sind nach 10 Tagen nach Hause gefahren. Mit ihnen ist auch Alice gekommen, die auch ihre erste Erfahrung macht und sich hier fuer einen Monat aufenthalten wird.
PALASTINA-ISRAEL
Die Bitterheit des letzten Monats ist weiterhin zu spueren, der israelische Staat hat sich naemlich einige fur ihre Geschichte und Religion wichtige Staetten, unter anderem auch die Moschee von Al Ibraimi von Hebron, geholt, sie sind jetzt zu Besitztum des Staates geworden.
Es folgen weiterhin Raeumengen im arabischen Viertel von Sheik Jarrah in West-Jesuralem und am 23. Februar hat erstmals die erste Gerichtsverhandlung im Bezug auf dem fall der 2 Familien, die illegal evakuiert wurden, stattgefunden.
Trotz aller Dementierungen folgen weiterhin die Ausdehnungen der Siedlungen, Anfang des Monats sind schon Zementbasen fuer 12 neuen Wohncontainer gleich außerhalb der Siedlung von Ma’on erschienen. Die Freiwilligen haben weiterhin mehrere Besuche von außen bemerkt; in einigen Faellen haben die Siedler sogar Leuten in Krawatte die Zone außerhalb gezeigt.
An verschieden Tagen schien uns das Interesse dei Soldaten und der Siedler am verlassenen Dorf von Khoruba mehr als evident, auch weil sich die Siedler noch nie soweit getraut hatten. Die Zusammenarbeit von Soldaten und Siedler war noch nie so stark, erstere muessten ja eigentlich die Gewalt beschlichtigen, aber meist spornen sie sie an.
Die Gewalt- und Aggressionsakten der Siedler beunruhigen uns sehr, fast jeden Tag treffen sie sich und ueben den Wurf mit der Schleuder. Es braucht so wenig, Kinder und Hirten zu veraengstigen: ein verdeckendes Leintuch auf den Kopf eines Siedlers, oder auch einfach die Anwesenheit einer Soldatenpatroullie, da die Hirten ja wissen, wie wenig ihre Rechte doch zaehlen.
Am 12. Februar hat eine Siedlergruppe einem unserer Dorfbewohner vorgeworfen, ein Pferd gestohlen zu haben, auch wenn es offensichtlich war, das dieses Pferd entlaufen war, da es außerhalb der Siedlung frei und alleine den ganzen Morgen gesichtet wurde; ein Palaesinenser hat uns Internationalen außerdem gleich benachrichtigt, da er das Pferd freilaufend gesichtet hatte.
Febraur hat mit einem naechtlichen Einfall einer Gruppe Soldaten im Dorf begonnen, die eine Familie geweckt hatten, um ihnen eine Einberufung zu ueberbringen. Das gleiche hat sich dann oefters im Monat wiederholt, am schlimmsten war es in der Nacht zwische 9. und 10. Februar, als eine Gruppe Soldaten in die Haeuser zweier palaestinensischen Familien eingedrungen ist und alles im Haus zerstoert hat. Die Internationalen konnten nur von weitem zuschauen, da sie von M16 voller Soldaten blockert wurden.
Auch unsere Ueberwachung der miliaerischen Eskorte der Kinder die zur Schule gehen gibt uns keine große Hoffnung, dass sich die Situation verbessern koennte; die Soldaten haben naemlich ihre Aufgabe nicht richtig erfuellt und haben so die Kinder oefters in Gefahr gebracht. Außerdem mussten die Internationalen die Rufnummer der Polizei im Monat gut 22 Mal anrufen, weil sich die Soldaten immer sehr verspaeteten und zweimal ueberhaupt nicht erschienen sind.
Im Gegesatz zu dem, wie es das israelische Gesetz will, haben die Soldaten die Kinder nur zweimal zu Fuß begleitet.
Am 13. Februar ist eine Frau im Auto vom Vorposten von Havat Ma’on a schreiend mit Hoechtsgeschwindigkeit in Richtung Kinder (die wieder einmal auf ihre Eskorte warten mussten!) gefahren.
Trotz der vielen Problemen, konnten, in zwei Gelegenheiten, einigen Journalisten (3 jungen Leute aus einem franzoesischen TV-Sender und 2 Freelance) die Kinder nach Hause zu begleiten und das Ganze zu dokumentieren, waherend sie durch die Siedlungen von Ma’on und den Vorposten von Havat Ma’on gingen.
Es war ein schwerer Monat auch fuer die Hirten, die fortwaehrende Haftdrohungen ueber sich ergehen mussten, in mindestens 3 Faellen wurden sie tatsaechlich fuer einige Tage angehalten.
Im letzten, einen der eklatantesten Faellen, sind die Soldaten bis ins Zentrum vom Dorf Tuba eingedrungen, um einen Hirten in Haft zu nehmen undda sie ja die Gelegenheit hatten, haben sie gleich noch Drohungen und Gewalttaten der Familie des Hirten veruebt, weiterhin haben sie dann diesen Manne gezwungen, mit verbundenen Augen fuer mehrere Hunderte von Metern auf einen gefaehrliche Gelaender zu marschieren.
Die immer intensivere Gewaltwelle von Seiten des Heeres und der Siedler spiegelt ihre Strategie Druck auszuueben perfekt wider, das alles um den nonviolenten Kampf dieser Doerfer zunichte zu machen. Unsere Bemuehungen sind komplett dem gerichtet, das alles zu vermeiden, wir sind uns bewusst, dass gerade jetzt sie am meisten ehrlichgemeinte Unterstuetzung brauchen, ihre Hoffnung darf nich zerstoert werden.
In den letzten Februartagen hat es auf den Huegeln von South Hebron geregnet, es ist viel Gras auf sie sonst so wuestenaehnlichten Duenen gewachsen, soviel hat schon gereicht, um ein wenig gute Laune den Leuten zu bringen; denn wer diese Orte kennt, weiss, dass Wasser das fluessige Gold fuer den Palaestinensern ist, und vielleicht ist das Regenwasser das einzige, dass ihnen kein besetzendes Heer nie wegnehmen wird.
Wir hoffen dass dies, zusammen mit dem festen Glauben, nicht von der Weltbildflaeche verschwinden zu wollen, reichen wird, um den taeglichen Drohungen und Druck der imminenten Besiedlung beizugeben.
Am Ende stimmt folgendes: solange es Wasser gibt, solange wird es Leben und somit Hoffnung geben, und das wissen die Palaestinaenser besser als wir. Wir moechten Guido bedanken, der einige Monate mit uns war, sowie auch danke an Fabio und Eleonora, die ihre letzten drei Monate hier verbracht habe, wir warten auf ihre Rueckkehr.
CASTEL VOLTURNO
Kontext
Es folgen weiterhin die Durchsuchungen der Immigrierten vor Seiten der Poliziei, vor allem in den oeffentlichen Verkehrsmittel, sie sie jeden Morgen benutzten, um zur Arbeit und zu den „kalifoo ground“, der Orten an denen der Migrierende auf eine Tagesarbeit wartet, zu fahren. In Castel Volturno wurde eine Durchsuchung in ersten Stock vom „American Palace“ durchgezogen, es wurden 4 Personen festgehalten, drei von denen waren ohne Dokumente. Die Freiwilligen der Operazione Colomba haben sich zur Verfuegung gestellt, ihnen zu helfen und ihnen moeglicherweise legalen Beistand zu verschaffen.
In diesem Monat wurden die Listenfuehrenden der 6 Parteien und Buergerlisten die bei den Gemeinderatswahlen des 28. Maerzes teilnehmen werden, ernannt. Als Favorit schein der Kandidat des Pdl (Partei Berlusconis) hervorzugehen, der gegen der Anwesenheit der Migrantens in Castel Volturno kaempfen will. Auch wenn wir in mitten der Wahlkampanie stecken hat noch keine Partei sein Programm abgegeben.
Colomba
Innerhalb der Aktivitaet der Nachmittagsschule haben wir das Beduerfnis entdeckt, uns mehr Gedanken um das Management und der Qualitaet der Nachmittagsschule zu machen. Deshalb haben wir uns zu einem Komitee zusammengeschlossen, das sich die Arbeit in zwei Sektoren aufgeteilt hat: eines, welches sich um die oekonomischen Angelegenheiten bemueht, das andere, das sich um die Bildung kuemmert. Wir der Colomba sind im 2. Komitee, welches schon einige Vorschlaege fuer die Verbesserung des didaktischen Angebots gebracht hat und es Eltern schon praesentiert hat.
Das Komitee hat sich weiterhin bemueht, neue Freiwillige zu finden und die Familien mehr im organisatorischen Aspekt miteinzubeziehen.
Ab diesem Monat haben wir wieder den Vorschlag gemacht, ein Fußballkurs in Zusammenarbeit mit der Organisation Black & White zu gruenden, die fuer Kinder der Grund- und Mittelschule gedacht ist. Wir hatten einige Schwierigkeiten, einen Trainer sowie ein freies Spielfeld zu finden; bis jetzt koennen wir nur auf dem Fußballplatz des Caritas-Hauses fuer Migrierten spielen. Das foerdert aber nicht die Teilnahme italienischer Kinder. So suchen wir weiterhin einen geeigneteren Platz was aber nicht leicht scheint: in Wahrheit gibt es laut Behoerden im Umkreis nur ein Fußballfeld, dessen Benutzbarkeit wegen Gefahren nicht gewaehrleistet ist.
Es gibt zwar noch ein Fußballfeld in unserer Gegend, welches aber nie registriert wurde. Nur um zu wissen, wem dieses Feld gehoert und an wem wir uns richten sollten, waren sehr viel Zeit und vielerlei Besuche in Gemeindebureaus, Schulen, usw. noetig. Dafuer haben wir aber auch das Territorium besser kennengelernt.
Im Bezug auf die Gemeinderatswahlen, arbeiten wir gerade mir der Redaktion der Seite www.neroebianco.org an Interviews, die wir den Buergermeisterkandidaten unterstellen moechten.
Weiterhin nehmen wir immer noch an den Begleitungsaktivitaeten teil, mit denen wir den Immigrierten helfen moechten, die Schwierigkeiten haben, sich mit der Buerokratie der Gemeinde- und Krankenhausbueros auseinanderzusetzen.
Einige Migrierten haben uns gefragt, ob wir nicht einen Italienischkurs einrichten koennten, was wir gemacht haben und welcher fuer den Moment im Haus der Freiwilligen einmal die Woche stattfindet. In einem anderen Viertel wurden wir gebeten, des schon existenten Italienischkurs mit mehr Unterrichtsstunden zu besetzen. Dafuer haben wir ein kurzes Treffen mit der Lehrperson organisiert, die bis jetzt nur einmal die Woche konnte.
Im Februar haben wir auche einen Besuch an einer Immigrantengruppe in der Porvinz von Salerno organisiert, die im November gezwungen wurde, ein Gebaeude in San Nicola Varco (Gemeinde Eboli) zu verlassen, obwohl es schon seit mehreren Jahren von Saisonsarbeitern im Land in der Sele-Ebenen bewohnt war.
Nur einer kleinen Anzahl konnte die Caritas und der Buergermeister eines naheliegenden Dorfes, Sicignano, eine Bleibe finden. Um die zwanzig Leute leben heute in einem Fertigbau des ANAS bis die schlimmste Frostzeit vorueber ist, so koennen sie aber nicht die Orte erreichen, an denen man moeglicherweise Arbeit findet. Von ihrerseits spuert man viel Frust, da sie dort in diesem isolierten Ort abgeschoben wurden, und so keine Moeglichkeit haben, sich eine eigene Einnahmequelle zu suchen, um sich autonom zu helfen und ihren Familien oekonomisch beizustehen.(mehr Infos im Artikel „Tra i parcheggiati a Sicignano“ – „Zwischen den Abgeschobenen von Sicignano“ auf unserer Webseite)
Wir sind gerade dabei, Kontakte fuer die naechste Erforschungsreise in Cassibile (Provinz von Siracusa) zu sammeln.
Freiwillige
M. hat uns nach der ersten Februarwoche verlassen, ab dem 21. ist aber P. anwesend, sie ist die Freiwillige die mit uns fuer sieben Wochen sein wird. In diesem Monat kamen auch M. und L. aus dem Hauptsitz mit N., spaeter kam noch A. aus dem Hauptsitz mit M. und M. fuer 3 Tage.







