Monat Januar 2010: Report

NEWS DER PROJECTE:

KOL
UMBIEN

Generelle Situation

Die Begleitungsaktivitäten von “Operazione Colomba” in den Friedensgemeinschaften von San Josè De Apartadò sind ab dem 6. Februar mit dem Einzug zwei freiwilliger Helfer wieder gestartet.

Die generelle Situation zwischen Heer und „Campesinos“ der Vereda „La Union“ scheint sich nicht sehr verändert zu haben; in dieser dringt das Militär nämlich öfters ein, um die Leute dort zu beängstigen und bedrohen.. Ab der nächsten Woche wird uns die Gemeinschaft erlauben, ein Haus innerhalb von San Josesito zu benutzen, welches Standpunkt er Organisation sein wird.

Die Verantwortlichen der Friedensgemeinschaft und alle Leute dort organisieren gerade einen Gedenktag an den Massakers vom 21. Februar 2005.Geplant wird ein fünfzehntägiges Meeting mit der Präsenz vieler internationaler Helfer, welche sich unter anderem auch in der Vereda „Mulatos“ begeben werden um über verschiedene Themen zu diskutieren (Bildung, Ackerbau, „Campesinos-Universität“, solare Energie, Gesundheit,…)

KOSSOVO

Generelle Situation

nner hat uns bewiesen, dass die von albanischer Seite so sehr gepriesene kosowarische Demokratie in Wahrheit nicht so sehr minderheitenfreundlich ist, wie es zumindest in der Verfassung steht. Als der serbische Präsident Boris Tadic das Kloster von Viski Dećani zur orthodoxen Weihnachtsfeier besucht hatte, hat eine Gruppe versucht, die Straße zu blockieren, sodass der Einsatz von Eulex als notwendig gehalten wurde. Am 13. Januar hingegen wurden der serbische Minister für kosowarische Angelegenheiten, Goran Bogdanovich, welcher im Land wegen einem politischen Treffen in der Zone um Strpce beschäftigt war, von der Polizei in Sevce angehalten. Nach einer kurzen Diskussion wurde Bogdanovich bis zur serbischen Grenze im Norden bei Merdare eskortiert. Die kosowarischen Autoritäten behaupten, dass Bogdanovich (der eigentlich kosowarischer Staatsbürger ist) drei Tage vor dem Treffen wegen einem privaten Besuch nach Kossovo eingereist sei. In einem Interview behauptete Bogdanovich, dass „uns serbischen Bürgern des Kosovos die Menschenrechte auf einen freien Umlauf nicht gewährleistet sind.“ (Quelle:www.libero-news.it)

In den letzten Dezembertagen wurden zwei Männer aus Serbien in ihrem Auto von einigen bewaffnete und drohenden Albanern in der Nähe von Goraždevac aufgehalten, sie wurden des schwerstens geschlagen und ihres Geldes und Autos bestohlen.

Miteinander-Sein

Januar war der Monat der vielen Feste für die orthodoxen Serben. So wurden Weihnachten und Neujahr gefeiert, sowie verschiedenen „Slawen“ (die Fest der heiligen Haushüter). So hatten die Freiwilligen viel Gelegenheit, die Familien in Goraždevac und Belo Polje zu besuchen (vor allem deren alter Leute, Alleinstehenden und deren die es am nötigsten hatten), ein wahrhaft schöner Moment!

Equipe Konflikt

Wie immer wurden in diesem Monat der Jahresplan besprochen.

Im Jahr 2010 werden hauptsächlich vier Aktivitäten im Vordergrund stehen: erstens, der „Youth Point von Goraždevac, von dem wir uns wirklich wünschen würden, dass er ein Ort des Treffens, des Aktiv-Seins und des Sich-Öffnens für Jugendliche sein könne; zweitens, die Projektion, sowohl in serbischen als auch in albanischen Zonen, zweier Dokumentarfilme, die von der Tischrunde „Trient mit Kosovo“ verwirklicht wurden; drittens, die Realisierung von einigen Ereignissen zusammen mit der Tischrunde „Mit Kraljevo“, mit dem Projekt von Prjedor und mit der Kommission für dies friedlichen Zusammenlebens im Balkangebiet“; all diese Tätigkeiten müssten ab dem nächsten Monat starten. Im Januar war der Youth Point zwar geöffnet, aber es wurden nicht viele Aktivitäten durchgeführt.

Studiengruppe

In den letzten Monaten des Jahres 2009 konnten wir an einer ziemlichen Apathie in der Gruppe beobachten, zudem, kamen immer weniger Leute. Im Januar kam es zu einer Sitzung die die Zukunft der Studiengruppe beschließen sollte, das Projekt wird weiterbestehen, aber wir werden nur jede unterstützen, die wirklich Lust auf des Projekt haben und aktiv mitarbeiten.; so wird es eine strukturelle Veränderung geben, um mehr Wirksamkeit miteinzubringen. Das alles scheint gut zu funktionieren, es wurde auch eine Mailingliste und eine Gruppe auf Facebook kreiert, um die Teilnehmenden am Laufenden zu halten.

Die Jungen der Gruppe organisieren auch ein Treffen mit dem katholischen Priester Lush Gjergji, welcher eine wichtige Rolle im nonviolenten Widerstand im Kosovo in den 90-ern spielte. Das Treffen ist für den 6. Februar geplant.

Pristina

Da in diesem Monat nicht sehr viele Freiwillige anwesend waren, konnten wir nicht viel Zeit in Pristina verbringen. Jedoch konnten wir die verschiedene Gruppen von Pristina und von Graćanica besuchen; beide scheinen sehr aktiv und haben große Lust auf Mitarbeit. Sie werden sich am 1. Februar treffen, um über gemeinsame Projekte zu sprechen, vor allem nach dem Erfolg der Kunstausstellung im Dezember.

Freiwillige

Salvatore und Massimo sind gleich zu Beginn des Monats wieder im Kosovo zurückgekehrt.(Salvatore hat die Weihnachtsferien in Albanien in einem Haus der Comunità Papa Giovanni XXIII besucht, Massimo hingegen war ein Monat in Italien und daraufhin eine Zeit lang bei uns in Palästina); Maria, eine neue Freiwillige, ist zirka 10 Tage geblieben, Emanuele, auch neu, wird 2 Monate bleiben. Stefano ist für ein Monat nach Italien zurückgekehrt. Sonja, eine Ex-Langzeitfreiwillige , ist in den Tagen der orthodoxen Weihnachtsfeier zu Besuch gekommen.

PALASTINA-ISRAEL

Anfang 2010 brachte viel Bitterkeit für die Bewohner vor der Gegend von Masafer Yatta, die Israelianer und Internationalen, die auf nonviolenter Weise für die Beachtung der Menschenrechte kämpfen, mit sich. Wie auf international-institutioneller Ebene eigentlich entschieden wurde, hätte es ein Einfrieren der Ausweitung der Siedlungengeben sollen, trotzdem verbreiten sie sich weiterhin wie Pilze in Westjordanien, trotz dem letzten Besuch von George Mitchell, der mehrmals darauf bestand, diesen Prozess der Erosion den palästinensischen Territorien ein für alle mal einzuschränken.

Die Ausdehnung der isrelianischen Siedler ist ein Problem von ganz West-Jordanien, aber in den Territorien die als Zone C von den Oslo-Verträgen bezeichnet wurden, und so eben auch die Zone um Masafer Yatta müssen die Bewohner dieser Dörfer jeden Tag einen wahrhaftigen Kampf

Wir glauben, die Israelis versuchen durchs Provozieren, den nonviolenten Kampf der Palästinenser auf einen violenten, einen gewalttätigen zu bringen. Anfang Januar begann mit einer Attacke der Siedler, die den Dorfbewohnern von At-Tuwani Steine nachgeworfen haben. Die darauffolgende Nacht sind einige Soldaten mit bedeckten Gesicht im Dorf, in 3 Häuser eingedrungen, um einem Bewohner die Nachricht zu erbringen, dass er von der Polizei erwartet werde.

Am 7. Januar, während ein Hirte mit seiner Herde unterwegs war, wurde dieser zuerst von einem Siedler und dann von einigen Soldaten angehalten und aufgefordert, diese Gegend zu verlassen. Dem Widerstand des Hirten antworteten sie mit Gewalt, auch seiner Familie mit den Kindern, die dem Hirten zur Hilfe gekommen sind; es wurde auch Tränengas eingesetzt. Was aus all dem rauskam ist folgendes: der Hirte wurde festgehalten, einige seiner Verwandten mussten ins Krankenhaus und unsere Kamera wurde beschädigt. Der Hirte, der in der Nacht freigelassen wurde, erzählte uns, dass 8 Soldaten ihn physisch und psychologisch gefoltert hatten.

Am Morgen des 26. Januars drang ein Siedler, eskortiert von der Sicherheitspolizei von Ma'on und von 3 Jeeps von Soldaten, in das Dorf ein und beschuldigte einen Bewohner des Diebstahls einiger Ziegen von einem Hirten aus Havat Ma'on. Daraufhin kamen weitere 15 Siedler ins Dorf, die in Häuser eingedrungen sind und mit Steinen geworfen haben. Die Soldaten haben nicht nur die Siedler eskortiert, sondern auch Tränengas auf Leute, die einfach nur um Erklärungen gebeten haben, benutzt. Weiters haben einige Soldaten einen Dorfbewohner geschlagen und ihm das Nasenbein gebrochen. Das war eine klare Nachricht, dass die Siedler jetzt wirklich alles machen können, weil sie ein Heer beschützt. Dies alles ist nicht nur eine physische Gewalt, sondern ach auf psychologischem Niveau; all die Hoffnungen wurden zertrampelt.

Dieser unerbittliche Kampf zieht nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder mit ein. Wenn jene nämlich zur Schule gehen, werden sie oft angegriffen. Ihre Eskorte kommt fast nie pünktlich zum morgendlichen Treffpunkt. Diese Kinder sind sehr stark, sie laufen wirklich schnell und haben den gleichen „Sprit“ drauf wie bei einem Fußballspiel… am Meer; in Tel Aviv haben sich nämlich die Kinder von Tuwani, Tuba und Um al Kher mit der „anderen Seite“ getroffen, mit einigen Kindern aus 2 Kibbuz. Nach anfänglicher Schüchternheit haben sie durch das Spiel ihr Mittel zum Kommunizieren gefunden.

Anfang des Monats hat das Komitee für nonviolenten Widerstand einen Friedensarsch von At Tuwani nach der Schule von Al-Fakheit organisiert, um den Kindern und den Lehrkräften Solidarität zu zeigen, die tagtäglich sich in dieses winzige Dorf begeben um unter ein zelt Unterrichtsstunden und Kenntnisse zum nonviolenten Widerstand zu halten bzw. empfangen.

Dieses Komitee hat auch eine andere Aktion gestartet, es wurden Olivenbäume gepflanzt, gerade in dem Punkt, wo die Siedler zum zigsten Mal die Bäume und somit die territoriale Zugehörigkeit der Palästinenser zu zerstören versucht haben.; dieser Baum ist fuer jeden ein symbolischer Begriff, vor allem aber für die Palästinenser; darüber hinaus ist er auf ökonomischer Sicht für dieser Volk sehr wichtig. Die Palästinenser haben verstanden dass ihre Kraft gerade in den nonviolenten Aktivitäten sitzt; dass sie nie aufgeben müssen. Das selbe hält uns Freiwilligen die Hoffnung am Leben

Pater Benedetto hat unser Dorf öfters besucht und uns mit seinen sanften Worten viel geholfen; mit ihm haben wir und Gedanken gemacht, wie eigentlich wir bestimmte Werte nicht in unserem Umkreis suchen müssen, sondern in uns; wie wichtig es sei, den Teufelskreis zu unterbrechen, welcher die Personen in den Krieg führt, welcher glauben lässt, dass der Krieg das einzige Mittel für eine Lösung eines Konfliktes sei. Danke an Pater Benedetto für das Miteinandersein, danke an Rebecca, die mit uns ein Stück Weg gegangen ist, an Francesco, der zurückgekehrt ist und uns jede Menge positiver Energie gebracht hat, an Alessandra, weil sie ebenfalls zurückgekehrt ist und ihre Erfahrungen sehr wertvoll sind und weil sie diese wunderbare Person, Paolo, mit sich gebracht hat.

Danke auch dem neuem Team Israel und der Freiwilligen die neu sind und dieses Abenteuer mit uns begehen werden.


CASTEL VOLTURNO

Kontext

Januar beginnt mit ausgebrochener Gewalt in Rosarno und dem Hinauswurf aller afrikanischer Arbeiter des Städtchen. Ein paar kommen nach Castel Volturno zurück aber nicht die Menge die man erwartet hätte.

Die Kontrolle der Polizei und der Carabinieri wurden trotzdem in der Zone und auch um Neapel intensiver.

Die Situation eskaliert; es gibt immer mehr Kontrollen wegen der Dokumente und viele Migranten sind wegen der Arbeitslosigkeit frustriert. Trotzdem wird es nicht hier zu einem zweiten „Rosarno“ kommen: die ausländischen Arbeiter, die in beiden Orten gearbeitet haben sehen große Unterschiede zwischen beiden Städten. IN Castel Volturno ist die Anwesenheit der Migranten viel stabiler, es leben schon Familien dort und auch die Wohnungsangelegenheit ist viel besser. Auch wenn wir vo einer wahrhaftigen Integrierung noch weit entfernt sind, scheint die Beziehung zu den Italienern hier nicht so problematisch.. Die Immigrierten fühlen sich zumindest nicht dauernd bedroht. Es gibt mehr Alternativen in der Arbeit, nicht nur in einem einzigen Standpunkt, nicht nur im Bereich Ackerbau, man wird nicht so ausgebeutet wie in Rosarno. Auch wenn es in Castel Volturno und im ganzen Land um Gioia Tauro für sie sehr schwer ist, gibt es noch einen großen Unterschied zu Rosarno: Dort sind nämlich die Gewaltattacken, welche wirklich lebensgefährlich sind, zur Norm geworden. Wenn wir wollen, dass Castel Volturno nicht zu einem zweiten Rosarno wird, müssen wir gegen dieser „Kultur“ der Gewalt und für einen positiven Frieden arbeiten, wir muessen alles tun, um mehr und gerechte Arbeitsbedingungen für alle zu errichten

Colomba

Wir sind jetzt so richtig auf die Idee gekommen, wie notwendig es doch sei, all die Gruppen und Organisationen, die auf lokaler Ebene und in ganz Süditalien mit dem Thema Migranten arbeiten, besser kennenzulernen und ein soziales Netz zu bilden. Nach der Demo des 17. Oktobers letzten Jahres haben wir uns um das alles bemüht. Weiters haben wir auch an der Anti-Rassismus-Demo des 24. Januars in Rom besucht, ein Moment den wir als Kollektivität benutzt haben, um uns über die sozial-politische Entwicklung diese Thematik um das Gebiet von Gioia Tauro zu unterhalten

Am, 19. Januar waren wir bei der Demo anwesend, die von zirka 250 Immigranten vor der Präfektur von Caserta gestartet wurden, um die Behörden davon zu überzeugen, Maßnahmen zur Regularisierung zu unternehmen, um das Problem der Schwarzarbeit und der Ausbeutung der Migranten im Sektor Ackerbau und Baugewerbe sichtbar zu machen. Diese Demo hatte positive Auswirkungen: von Seiten des Präfektes und der Quästores wurde versprochen, die Verfahren der Aufenthaltsgenehmigungen für Migranten, Asylansuchenden und Flüchtlingen zu beschleunigen; von Seiten des Innenministers Roberto Maroni, zu dieser Zeit in Caserta, der eine Maßnahme für die Erweiterung der Regularisierung des Art. 18 (welcher die Ausstellung von Aufenthaltsgenehmigungen für einen ausgebeuteten Migranten oder einen, der seinen Arbeitsgeber anzeigen möchte, möglich macht) beantragen wird. Der Minister hat sich bereit erklärt, an einem Treffen mit dem Bischof und einigen Mitgliedern der Bewegung „Migranten und Flüchtlinge“ in den nächsten Tagen in Rom teilzunehmen,

Nach der Weihnachtspause haben wir uns vor allem um unsere Aktivitäten, insbesondere um die Gestaltung der Webseite (www.neroebianco.org) gekümmert.